ECUADOR UNTERZEICHNET TREUHANDFONDS FÜR YASUNÍ-ITT
Im Salon „Proceres“ des Ministeriums für Auswärtige
Beziehungen, Handel und Integration ist der Treuhandfonds Yasuní-ITT zwischen
den ecuadorianischen Regierungsmitgliedern und der regionalen Administratorin
und Direktorin des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (für
Lateinamerika und die Karibik) UNDP, Rebeca Grynspan, unterzeichnet worden. Die
Initiative sichert zu, die Erdölreserven der Felder Ishpingo, Tambococha und
Tiputini, welche sich auf 846 Millionen Barrel Erdöl belaufen, nicht zu fördern.
Bei
diesem feierlichen Akt waren Regierungsmitglieder wie der Vizepräsident Lenin
Moreno, der Außenminister Ricardo Patiño, die Ministerin für Kulturerbe María
Fernanda Espinosa, der Finanzminister Patricio Rivera, der Tourismusminister
Freddy Ehlers sowie Rebeca Grynspan, regionale Administratorin und Direktorin
des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen, anwesend.
Ebenso vertreten
waren Repräsentanten internationaler Körperschaften und Kooperationsgesellschaften
sowie der indigenen Volksgruppe Huaorani.
Rebeca Grynspan, regionale Administratorin und Direktorin
des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen, hob den Vorschlag Ecuadors hervor,
dem Phänomen der Erderwärmung auf andere
Art entgegen zu treten, indem der Ausstoß von CO2 vermieden wird. „Die
Unterzeichnung dieses Treuhandfonds begründet eine mutige und avantgardistische
Maßnahme und stellt einen historischen Moment dar. Dies ist das erste Land auf
der Welt, das eine Erdölquelle mittels eines effektiven, quantifizierbaren und
verifizierbaren Mechanismus dauerhaft unter der Erde belässt“, erklärte sie.
Der Außenminister Ricardo Patiño begrüßte die Anwesenheit
der nationalen und internationalen Gemeinschaft bei der Unterzeichnung des
Treuhandfonds für das Projekt Yasuní-ITT und betonte, dass es sich um eine
Initiative der Regierung von Präsident Rafael Correa handele, die einen
konzeptionellen Bruch impliziere, der auf einem anderen ökonomischen und
ethischen Denken beruhe und auf einer Gesamtvision begründet sei, die zeitgleich
sowohl die größten Umwelt- als auch Menschheitsprobleme bekämpfe: zu diesen gehörten
die Erderwärmung, die Vernichtung der Artenvielfalt und die soziale
Ungerechtigkeit.
Er sagte, „die Initiative Yasuní-ITT ist ein
ganzheitlicher und revolutionärer
Vorschlag, da er nicht nur die Artenvielfalt schützt und zur Lösung der
globalen Probleme des Klimawandels beiträgt, sondern auch bestrebt ist, die
Armut und die Ungleichheit im Land zu bekämpfen“. Ebenso wiederholte er, dass
Ecuador zum Wegbereiter dieser Initiative sowie zum freiwilligen Partner würde,
um Bitten und Forderungen im Namen der Natur zu äußern und lud auch die
internationale Gemeinschaft ein, sich dieser Sache anzuschließen.
Andererseits rief der Außenminister die in den
Vereinigten Staaten, Kanada und Europa akkreditierten ecuadorianischen
Botschafter, die ebenfalls an diesem Akt beteiligt waren, dazu auf, die Initiative
in den jeweiligen Ländern, in denen sie tätig sind, voranzutreiben.
Mit der Unterzeichnung des Treuhandfonds kann Ecuador nun
Beitragszahlungen der Geberländer erhalten. Die Initiative hat bereits formelle
Unterstützung von Seiten folgender Länder erhalten: Deutschland, Belgien,
Europäische Union, Italien und Spanien.
Ecuador verplichtet sich, die 846 Millionen Barrel
Erdölvorkommen auf den ITT- Feldern im Nationalpark Yasuní, der 1979 gegründet
und im Jahr 1989 von der UNESCO zum Weltbiosphärenreservat erklärt wurde, nicht
zu fördern und somit den Ausstoß von 407 Millionen Tonnen CO2 in der Atmosphäre
zu vermeiden.
Pressemitteilung Nr. 543